Learning by Making: Expertenworkshop "Offene Werkstätten in der Bildung"

Learning by Making: Expertenworkshop "Offene Werkstätten in der Bildung"

Foto: IÖW

Welche Rolle offene Werkstätten zukünftig für die Bildungslandschaften spielen können, diskutierten die Teilnehmer/innen des Expertenworkshops „Kompetenz Making: Offene Werkstätten in der Bildung“ am 30. September 2016 in Berlin. Der Workshop fand im Rahmen des Projekts Cowerk und mit Unterstützung der Maker Faire in der Station Berlin statt. Wie kann Selbermachen, gemeinsames Arbeiten und Wissensaustausch auch in Schulen und Universitäten gefördert werden?

„Unsere Bildungslandschaft verändert sich grundlegend: Neue digitale Lehrmethoden und sich verändernde Anforderungen an die Ausbildung stellen Bildungsakteure vor die Herausforderung, neue Konzepte zu entwickeln“, so IÖW-Wissenschaftler Jan Peuckert. „Kompetenzen wie Kreativität und selbstbestimmtes Lernen werden immer wichtiger, auch um auf einen Arbeitsmarkt vorzubereiten, der vermehrt auf analytische und interpersonelle Fähigkeiten setzt“, führt er weiter aus. Praxisnahes und eigenständiges Lernen, wie es in offenen Werkstätten praktiziert wird, könne ein Vorbild für den Unterricht in Schulen und Universitäten sein und diese Kompetenzen fördern.

Making fördert technische und soziale Kompetenzen

Über die positiven Auswirkungen entsprechender Bildungsangebote von Maker-Initiativen für Schüler/innen und Studierende waren sich die rund vierzig Vertreter/innen aus Bildung, Wissenschaft und Politik, offenen Werkstätten und Stiftungen sowie die interessierten Aussteller/innen der Messe weitgehend einig: Das offene, interdisziplinäre, kreative, praktische und gemeinschaftliche Arbeiten stehe beim Making im Fokus, und fördere vor allem solche technischen und sozialen Kompetenzen, die im Zuge der Digitalisierung zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Mehr Kooperation und Vernetzung

Gemeinsam arbeiteten die Teilnehmer/innen die größten Potenziale und wichtigsten Herausforderungen für das Making in der Bildung heraus. Dabei wurden auch erste Erfahrungen mit der Einrichtung offener Werkstätten an Schulen und Hochschulen und bisherige Erkenntnisse aus bestehenden Kooperationen zwischen Bildungseinrichtungen und Maker-Initiativen ausgetauscht. Zukünftig könnte eine bessere Vernetzung der einzelnen Projekte einerseits ihre Sichtbarkeit und andererseits die Akzeptanz des neuen Ansatzes im Bildungsbereich erhöhen.

Die ausführliche Dokumentation des Workshops ist zum Download verfügbar (2 MB, pdf).