Cowerk: Nachhaltigkeitsbewertung

Modul 2 - Nachhaltigkeitsbewertung

Ausgangslage

Das Wissen um potenzielle oder tatsächliche Nachhaltigkeitswirkungen bildet die Grundlage zur Gestaltung nachhaltiger Produkte, Prozesse und Dienstleistungen. Daher bewerten die Wissenschaftler/innen in Modul 2 „Nachhaltigkeitsbewertung kollaborativer Produktion“ die Nachhaltigkeitswirkung der beispielhaft und repräsentativ ausgewählten Fallbeispiele. Dabei entwickeln sie die Methode der Nachhaltigkeitsbewertung weiter und erarbeiten eine Rahmung für die Einschätzung und Bewertung möglicher genereller Entwicklungspfade. Hierzu arbeiten die Beteiligen die bestehende Literatur auf und untersuchen exemplarisch ausgewählte Fälle.


Vorgehensweise und Methode

Im ersten Arbeitspaket analysieren die Wissenschaftler/innen daher konkrete Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen Offener Werkstätten und wählen vier repräsentative Fallbeispiele aus.

Darauf aufbauend entwickeln sie im nächsten Schritt Modelle, mithilfe derer die Nachhaltigkeitswirkungen in den jeweiligen Fallbeispielen abgeschätzt werden können. Diese Modelle entwickeln sie auf der Grundlage und in Anlehnung an die internationalen Richtlinien zur „Life-Cycle Sustainability Assessment“-Methodik, die die ökologischen (LCA), ökonomischen (LCC) und sozialen (SLCA) Nachhaltigkeitswirkungen umfasst. Besondere Fragestellungen beziehen sich hierbei auf die funktionellen Einheiten sowie auf die Definition der Systemgrenzen für die jeweiligen Fallbeispiele. Außerdem erheben Des Weiteren erheben die Wissenschaftler/innen die zur Anwendung der Modelle notwendigen Daten.

Im nächsten Arbeitspaket nutzen die Beteiligten die Modelle zur Nachhaltigkeitsbewertung, um die Nachhaltigkeitswirkungen entsprechend der Bilanzierungskriterien der ausgewählten Fallbeispiele auszuloten. Diese Bewertung erfolgt soweit möglich quantitativ und weitere Nachhaltigkeitswirkungen werden qualitativ beschrieben. Das gewählte Vorgehen, die Methodik inklusive der erstellten Modelle sowie die Ergebnisse der Berechnungen werden mit den Kooperationspartnern diskutiert.


Erwartete Ergebnisse

Die Forscher/innen interpretieren dann die Ergebnisse der vorherigen Arbeitspunkte und bewerten die Nachhaltigkeitswirkungen der Fallbeispiele. Sie vergleichen die Bilanzierungsergebnisse der vier Fallstudien untereinander aber auch mit analogen „konventionellen“ Beispielen (d.h. übliche Produktionskonzepte). Methodisch identifizieren die verantwortlichen zugleich signifikante Modellparameter und überprüfen die Modelle auf Validität und Konsistenz. Außerdem untersuchen sie ggf. verschiedene Szenarien möglicher Konfigurationen der ausgewählten Produkte, Prozesse und Dienstleistungen. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern ordnen die Projektbeteiligten die Ergebnisse dieses Moduls im Kontext der Ergebnisse der anderen Module ein und diskutieren sie. Außerdem skizzieren die Beteiligten mögliche Optimierungspotenziale bzgl. der untersuchten Produkte, Prozesse und Dienstleistungen sowie entsprechende Gestaltungsoptionen.

Parallel dazu entwickeln die Wissenschaftler/innen die Methode der Nachhaltigkeitsbewertung auf Grundlage der Erfahrungen, welche in den Arbeitspaketen 2.2 bis 2.4 gemacht werden, weiter und erstellen eine integrierte, für diesen Anwendungskontext angepasste Methode der Nachhaltigkeitsbewertung.